Gruselige Leistung kurz vor Halloween

Wenn es nicht läuft, kommt auch noch Pech dazu – so oder ähnlich lässt sich die aktuelle Situation der Waldhofer Damen ganz gut beschreiben. Bestand in der ersten Hälfte der Vorbereitung der Kader noch aus 17 Spielerinnen, so musste man ab Anfang September nacheinander auf mehrere Leistungsträger verzichten. Zum einen hatte dies erfreuliche Gründe (Nachschub für die Jugend der Handballabteilung 🙂 ), zum anderen hatte man (und hat leider immer noch) mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen, die einzelne Spielerinnen für den Rest der Saison leider ausfallen lassen.

Dennoch startete man motiviert in die Saison und musste direkt beim ersten Heimspiel gegen Meckesheim Lehrgeld in der Landesliga bezahlen (Endstand 17:32). Im zweiten Spiel gegen Waldbrunn / Eberbach verlor man noch nach einer drei Toreführung ebenfalls noch (20:17).

Umso wichtiger war das dritte Saisonspiel am vergangenen Samstag gegen den Mitaufsteiger aus Ilvesheim, der immerhin ein Unentschieden auf der Habenseite verbuchen konnte. Für beide Teams ging es um wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Bedingt durch eine dreiwöchige Spielpause und dem Umstand durch mehrere Erkrankungen in den Wochen zuvor nicht in voller Mannschaftsstärke trainieren zu können, war die Vorbereitung auf dieses wichtige Spiel nicht optimal gelaufen.

Beide Mannschaften starteten relativ nervös in die Partie, die bis zum 3:3 in der achten Minute noch ausgeglichen war. Ilvesheim gelang es im weiteren Verlauf die Schwächen der Walfhöferinnen immer besser auszunutzen. In der Abwehr fehlte die nötige Absprache und im Angriff wurde entweder der Torwurf regelrecht verweigert oder es wurde aus aussichtsreicher Position der Torfrau in die Arme geworfen. Zudem hatte man großes Pech mit einigen Latten- und Pfostenschüssen. Während Ilvesheim Tor um Tor davon zog, schafften man es in den verbleibenden 22 Minuten selbst nur noch dreimal zu treffen. Kurz vor der Halbzeit kam es dann auch noch zum immer befürchteten und nun tatsächlich eintretenden Worst-Case-Szenario: Laura Engers, die einzige Torfrau der Waldhofdamen, konnte verletzungsbedingt nicht mehr weiterspielen und musste durch die Rückraumspielerin Sandra Holdt ersetzt werden. Mit 6:14 ging es in die Halbzeit.

Wer dachte, dass die zweite Hälfte nun nur noch besser werden konnte, hatte sich gewaltig getäuscht. Den Mannheimerinnen gelang nun gar nichts mehr. Im Angriff war man immer einen Schritt zu spät, im Angriff wurde das Handballspielen komplett eingestellt. In den zweiten 30 Minuten gelangen den Waldhofdamen nur noch 4 (!!!) Treffer. Dass der Gegner selbst auch nur noch zehnmal traf, war insbesondere Sandra Holdts Verdienst, die ihren Job als „Ersatztorfrau“ super machte. Mit einer 24:10 Klatsche mussten die Mannheimerinnen den Heimweg antreten.

Im Hinblick auf Halloween lässt sich sagen: eine unterirdisch gruselige Leistung der Waldhöferinnen, Süßes in Form von zwei Punkten für den Gegner und Saures in Form des letzten Tabellenplatzes für die Waldhofdamen.

Es spielten: Laura Engers (Tor), Julia Werlein, Vanessa Vollrath (3), Jessica Röhrich (1), Maya Aichele (2/1), Sina Bloch, Janine Szalanski, Lara Seeger, Karin Gebauer, Johanna Weis (1), Denise Rutz (3/3), Vivian Rechner.

Trainer: Andreas Pfrang und Benni Fischer.

Der Mannschaft bleibt nun nicht viel Zeit die Wunden zu lecken. Am 13.11. um 17:45 Uhr geht es auswärts gegen den Landesligaaufsteiger TSV Steinsfurt aus dem Kreis Heidelberg.

In diesem Spiel müssen die Waldhofdamen unbedingt zurück zu ihrer Leistung aus der Vorsaison: aus einer beweglichen Abwehr heraus den Gegner unter Druck setzen, leichte Tore erzielen und im Angriff auf das eigene Können vertrauen. Oder wie es im „Der Zauberer von Oz“ heißt: bis zum 13.11. müssen die Damen wieder Herz, Mut und den (Handball-)Verstand gefunden haben. JW

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Kategorien: Damen 1Spielberichte