Zwei Gesichter – Buwe verlieren nach desolater 1. Halbzeit!

Zu ungewohnter Zeit am Freitagabend reisten die Waldhöfer zum Nachholspiel nach Schriesheim. Die Mannschaft hatte sich viel vorgenommen und wollte den Gastgebern mit einer kompromisslosen Abwehr, von Beginn an den Schneid abkaufen. Wollte!

Beide Mannschaften machten zu Beginn zu viele technische Fehler und beide Torhüter waren sofort auf Betriebstemperatur. Nach 10 Minuten stand es 4:4. So weit so gut. Was dann in den letzten 20 Minuten der 1. Hälfte passierte, ist noch immer schwer zu begreifen. Die Buwe blieben für den Rest der Halbzeit ohne Erfolgserlebnis. Im Angriff wurden zu viele technische Fehler produziert. Oftmals wurde komplett unvorbereitet und halbherzig aufs Tor geworfen. War man dann doch in guter Position, war der Abschluss zu unpräzise und somit leichte Beute für den Guten Schlussmann der Schriesheimer. Die Folge waren etliche leichte Tore über Konter oder zweite Welle.

Zu Halbzeit stand es 16:4!!!!!!!

Für die zweite Hälfte nahm man sich vor, endlich zu kämpfen und das Unmögliche doch noch zu schaffen. Die Buwe waren nun deutlich aggressiver in der Abwehr und ließen dem Gastgeber, welcher im Gefühl des sicheren Sieges auch der zweiten Reihe mehr Spielanteile gab, nur noch wenig klare Torchancen. Da man im Angriff zunächst aber seine herausgespielten Chancen nicht konsequent nutzen konnte, kam man nicht näher als auf 10 Tore heran. Die Buwe gaben aber nicht auf und kämpften weiter. Man schaffte es nun auf 6-7 Tore heran. Dem Gastgeber war deutlich anzumerken, dass man mit so einem Kampf nicht mehr gerechnet hatte. Denn es gelang ihnen nicht mehr einen Gang hochzuschalten.

Es wurde nun alles auf eine Karte gesetzt. In der Abwehr wurde durch eine doppelte Manndeckung noch mehr Druck erzeugt. Dies führte zu vielen Ballgewinnen und Kontern auf Seiten des SVW. So lag man 5 Minuten vor Schluss nur noch mit 4 Toren zurück. Schriesheim fiel im Angriff nicht mehr viel ein. Das übernahmen dann aber, die zumindest in der zweiten Hälfte indiskutablen Unparteiischen.

Die Nummer 94 der Gastgeber Luca Michels, welcher nach einem Schlag ins Gesicht beim Tempogegenstoß, schon lange nicht mehr hätte mitwirken dürfen, stand nun im Mittelpunkt jeder Aktion. Für jede Aktion im Angriff bekam er einen Freiwurf zugesprochen, ob er aus einem Meter Abstand mit dem Rücken voraus versuchte in den Gegenspieler zuspringen (und diesen nicht einmal erreichte) oder er sich in Klitschko-Manier einfach am Gegenspieler festhielt, welcher die Arme am Körper herunterhängen ließ.

So kam man nicht mehr näher als auf drei Tore heran. Am Ende stand es 25:21 für Schriesheim.

Der Sieg war über das gesamte Spiel betrachtet verdient. Mit einer besseren Chancenverwertung und einer Schiedsrichterleistung wäre ein Punktgewinn möglich gewesen. Bei allem Unmut über die 1. Hälfte und die Entscheidungen der letzten 20 Minuten, bleibt festzuhalten, dass man nie aufgegeben und fast einen 12 Tore Rückstand weggemacht hat.

Für den SVW spielten:

Fischer; P. Mertel (beide im Tor); J. Poser (7/1); S. Kayser (3/1); M. Dornseiff (8), M Lombardo (1); P. Schäfer (1); T. Truth; M. Zec; T. Linder; M. Uhlitzsch; A. Amend; S. Jacobi (1); M. Bloch

Trainer und Betreuer: F. Caria; T. Kremser

Chance auf Wiedergutmachung bekommt man am nächsten Samstag zu Hause, gegen den Tabellenzweiten aus Großsachsen. AA

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Kategorien: Herren 1Spielberichte